Vorsorgevollmacht

a) Zweck:

Sie bestimmen vorbeugend eine Person Ihres Vertrauens, die Sie in allen Angelegenheiten vertritt, die in der Vollmacht geregelt sind, sollten Sie einmal nicht mehr in der Lage sein, Ihre Geschäfte selbst wahrzunehmen (z.B. nach einem schweren Unfall, aufgrund einer Demenz, oder ähnliches).

Durch die Erteilung der Vollmacht soll eine vom Gericht angeordnete Betreuung vermieden werden. Die Vollmacht sichert so das eigene Selbstbestimmungsrecht, auch bei eigener Geschäftsunfähigkeit.

b) Konsequenz:

Die bevollmächtigte Person/die bevollmächtigten Personen sind in der Lage, für die in der Vollmacht bestimmten Bereiche Rechtsgeschäfte für den Vollmachtgeber durchzuführen.

Deshalb sollte die Auswahl der Vollmachtnehmer sehr sorgfältig getroffen werden.

Es sollten Personen ausgewählt werden, die Ihr uneingeschränktes Vertrauen genießen und die auch geeignet scheinen, die Vollmacht in Ihrem Sinne auszuüben.

c) Wirksamkeit:

Die Vollmacht ist nur wirksam, solange die bevollmächtigte Person die Vollmachtsurkunde besitzt und die Urkunde im Original vorlegen kann. Also: Die Vollmacht entfaltet erst Rechtskraft ab der Übergabe an die bevollmächtigte Person.

Die Vollmacht bleibt in Kraft, wenn Sie nach der Errichtung der Vollmacht geschäftsunfähig werden.

d) Erstellung der Vollmacht:

Um die Vollmacht wirksam für Sie zu erstellen, bitten wir Sie, den nachfolgenden Fragebogen sorgfältig auszufüllen und an uns zurückzuschicken.

Wir werden Ihnen sodann die Vollmacht auf dem Postweg übersenden, so dass Sie und die bevollmächtigte Person diese nur noch unterschreiben müssen (die bevollmächtigte Person kann, muss aber nicht unterschreiben; sie können also auch jemanden bevollmächtigen, ohne dass die Person davon zum jetzigen Zeitpunkt Kenntnis erlangen muss).

e) Aufbewahrung:

Es ist empfehlenswert, dass Sie selbst eine Kopie der Vollmacht bei Ihren eigenen Unterlagen verwahren.

Falls Sie es wünschen, können wir für Sie auch eine Verwahrung beim Zentralen Vorsorgeregister in Berlin vornehmen, dies ist optional.

Regelungen in der Vollmacht:

Vollmachtgeber/in:

Vollmachtnehmer/in:

weitere/r Vollmachtnehmer/in:

(also: mehrere Vollmachtnehmer, von denen Sie vertreten werden; muss nicht zwingend genannt werden)

Ersatzbevollmächtigte/r:

(für den Fall, dass der/die Vollmachtnehmer/in die Vollmacht nicht ausüben kann/will; ein/e Ersatzbevollmächtigter/e muss nicht zwingend genannt werden)

 

Nachfolgend geben Sie bitte mit „Ja“ oder „Nein“ an, ob und welche Entscheidungen die bevollmächtigte Person/die bevollmächtigten Personen in den verschiedenen Bereichen für Sie treffen sollen:

 

Gesundheit / Pflege

Alle Angelegenheiten, inkl. ambulanter oder stationärer Pflege.*
Einwillung in Untersuchungen des Gesundheitszustandes oder Heilbehandlungen, auch wenn die Maßnahmen mit Lebensgefahr verbunden sein könnten.*
Einwilligung zur Unterlassung oder Beendigung lebensverlängernder Maßnahmen.*
Einsicht in Krankenunterlagen und Herausgabe an Dritte bewilligen. Es wird Entbindung der Schweigepflicht der Ärzte und dem Klinikpersonal ggü. dem Bevollmächtigten erteilt.*
Entscheidung über Unterbringung mit freiheitsentziehender Wirkung und freiheitsentziehenden Maßnahmen (Bettgitter, Medikamente, etc.) in einem Heim oder sonstiger Einrichtung, solange dies zu meinem Wohle nötig ist.*

Aufenthalt und Wohnung

Sie darf meinen Aufenthalt bestimmen.*
Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag wahrnehmen, einschließlich einer Wohnungskündiung und Haushaltsauflösung.*
Sie darf einen Heimvertrag abschließen.*

Behörden

Sie darf mich bei Behörden, Versicherungen, Renten- und Sozialleistungsträgern vertreten.*

Vermögenssorge

Sie darf mein Vermögen verwalten und hierbei alle Rechtshandlungen und Rechtsgeschäfte im In- und Ausland vornehmen. Anträge stellen, abändern und zurücknehmen.*
Über Vermögensgegenstände jeder Art verfügen.*
Zahlungen und Wertgegenstände annehmen.*
Verbindlichkeiten eingehen.*
Willenserklärungen bezüglich meiner Konten, Depots und Safes abgeben und mich im Geschäftsverkehr mit Kreditinstituten vertreten.*
Schenkungen in dem Rahmen vornehmen, der einem Betreuer rechtlich gestattet ist (sog. Anstandsschenkungen).*

(Achtung: Für Immobiliengeschäfte ist eine notarielle Vollmacht erforderlich!)

Post- und Fernmeldeverkehr

Sie darf die für mich bestimmte Post entgegennehmen und öffnen sowie über den Fernmeldeverkehr entscheiden*

Vertretung vor Gericht

Sie darf mich gegenüber Gerichten vertreten sowie Prozeßhandlungen aller Art vornehmen.*

Untervollmacht

Sie darf in einzelnen Angelegenheiten Untervollmacht erteilen (z.B. einem Rechtsanwalt).*

Geltung über den Tod hinaus

Die Vollmacht soll über meinen Tod hinaus bis zum Widerruf durch die Erben gelten.*

Betreuungsverfügung

Falls trotz dieser Vollmacht eine Betreuung erforderlich sein sollte, soll die oben bezeichnete Vertrauensperson als Betreuer bestellt werden.*

Nachdruck und Vervielfältigung dieses Vertrages/Formulares verboten; Christian Rößner Rechtsanwaltskanzlei

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* Pflichtfeld

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Martina Brandlhuber

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